Seismic resilience of hospitals

Pianigiani, Maria

Die Evaluation der seismischen Resilienz umfasst diverse Forschungsfelder und erfordert dementsprechend einen multidisziplinären Arbeitsansatz. Das Hauptaugenmerk der Forschung liegt aktuell auf Krankenhäusern, da diese eine strategische Rolle im Management des Post-Erdbeben Szenarios einnehmen. Die Patientenwartezeit ist ein Parameter, der zum einen als Zielvorgabe dient, zum anderen ein Maß für die Funktionalität des Systems darstellt. Basierend auf der Fragilitätsanalyse wird eine neue Methodik präsentiert, wobei einige der bereits vorhandenen Methoden übernommen wurden. Fragilitätskurven erlauben den Vergleich zwischen nicht-homogener Information über die tragenden und nicht-tragenden baulichen Komponenten. Die Auswirkungen verschiedener Organisationsmodelle auf die Patientenwartezeit wurde durch eine Discrete Events Simulation (DES) simuliert. Die entwickelte Methodik wurde in einer Fallstudie angewendet: Untersucht wurden die Räume der Notfallaufnahme eines Krankenhauses in der Toskana, welches ein integraler Bestandteil der toskanischen Gesundheitssystems ist. Dabei wurde die Erdbebenresilienz der Notaufnahme für eine Patientenkategorie, die so genannten „yellow codes“, evaluiert. Drei Analysemodelle wurden erstellt und implementiert um die Wartezeit von Patienten in kritischem Zustand für alle denkbaren Fälle zu erfassen. Neuen Fragilitätskurven für das Krankenhausbauwerk und die nicht-tragenden Elemente erstellt. Die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Aspekten wurde intensiv untersucht; so wurde die Information über organisatorischen Aspekte der Fallstudie in Verschiedenen Szenarien statistisch ausgewertet, die Auswirkungen baulicher Veränderung auf den organisatorischen Ablauf und die damit in Beziehung stehende Variaton der Funktionalitätskurve wurden ermittelt und schlussendlich mehrere Einschätzungen der Resilienz durchgeführt. Das grundlegende Ergebnis dieser Arbeit ist ein Konzept, welches alle Hauptaspekte in einer einzelnen multidisziplinären Methodik vereint, die alle Parameter innerhalb der Evaluation der seismischen Resilienz der Gesundheitseinrichtungen einschließt. Ein weiterer Beitrag der vorliegenden Studie ist das Aufzeigen grundlegender Wissensmängel in diesem wichtigen Anwendungsgebiet: In dieser Hinsicht ist eines der Ziele dieser Arbeit, das Interesse in diesem Feld zu erhöhen und weitere Entwicklungen und Forschung anzuregen.

The evaluation of the seismic resilience involves many different fields and therefore requires a multidisciplinary approach. Nowadays most research in this field regards hospital buildings: this is due to the fact that hospitals play a strategic role in the management of the post-earthquake scenario. One parameter has been used, i.e. the patients’ waiting time, which is an objective and significant quantity, compatible with all the investigated aspects, and associated with the functionality of the system. The works suggests a new methodology, which is based on fragility analyses, and adopts several tools. In particular, the use of fragility curves allows to compare non-homogeneous information concerning structural and non-structural components; the waiting time, chosen as the functionality measure of the system, is measured by simulating the effects of different organizational model settings (thanks to a Discrete Event Simulation – DES – model). Three analytical models (meta-models) are built and implemented to represent all possible cases that arise by applying the methodology, in order to capture the waiting time for the patients in critical conditions. New fragility curves have been found for the hospital structure under investigation and for some of its non-structural components. A great deal of effort has been put on the correlation of all the required information, such as the statistical evaluation of organizational aspects associated with the case-study under different scenarios, the effects of physical results on the organizational setup, the correlated functionality curve variation, and the final multiple cases of resilience assessment. The main contribution of this study is the research framework, which combines the main aspects to be considered in a unique multidisciplinary methodology able to account for all the parameters involved in evaluating the seismic resilience of healthcare facilities. Given the lack of comprehensive knowledge concerning this applicative field, another merit of this work is that of contributing to increase the scientific interest in this area, to highlight its potentiality and to prompt further studies.

Vorschau

Zitieren

Zitierform:

Pianigiani, Maria: Seismic resilience of hospitals. 2015.

Zugriffsstatistik

Gesamt:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:
12 Monate:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:

Details anzeigen

Rechte

Nutzung und Vervielfältigung:
Alle Rechte vorbehalten

Export