Lebensqualität und Akkulturationsprozesse polnischer Migrantinnen in Deutschland: Eine kulturvergleichende Studie von Deutschen, polnischen Migrantinnen und Polinnen

Schimanski, Iwona

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Erforschung der Kulturanpassung im Rahmen des Herkunfts–Aufnahmekulturidentifikationmodells (HAKI–Modell) und der Lebensqualität in den Akkulturationsprozessen unter polnischen Migrantinnen. An der vorliegenden Studie nahmen insgesamt 284 Frauen aus drei Stichproben teil: 92 polnische Migrantinnen, 114 Polinnen in Polen und 78 deutsche Frauen in Deutschland. Die wichtigsten Ergebnisse lauten, dass (1) sich die polnischen Migrantinnen im Rahmen des HAKI–Modells mit zwei Kulturidentifikationen identifizieren können, und zwar bewahren sie ihre Herkunftskultur und gleichzeitg referenzieren sie zur Aufnahmekultur somit formen sie eine hybride Identität aus. (2) Anhand der Akkulturationsprozessen bilden die polnischen Migrantinnen ein innovatives Verhaltensmuster bezüglich des Wertsystems, der Emanzipierung in einer Beziehung, Depressivität und Lebenszufriedenheit. Laut der Bezugsgruppentheorie von Hyman referenzieren die polnischen Migrantinnen ihre Werte zu den neuen Werten der Fremdkultur und gleichzeitig bewahren sie ihre ausgeprägten Werte der Eigenkultur. Ferner zeigen die polnischen Migrantinnen eine geringe Abhängigkeit von der Meinung des Partners und der anderen Person (ESP) in einer Beziehung und damit erweisen sie sich emanzipierter in der Beziehung als Polinnen in Polen. Außerdem beweisen die polnischen Migrantinnen eine geringere Depressivität und hohe Zufriedenheit mit dem Leben im Vergleich zu Polinnen in Polen. Zusammenfassend erlaubt die vorliegende Studie, die Entwicklung des innovativen Verhaltensmusters und die Verbesserung der Lebensqualität bei polnischen Migrantinnen zu identifizieren, was es eng mit der Bildung der hybriden Identität zusammenhängt.

This study investigated the cultural adjustment according to the Heritage–Mainstream– Cultural Identifikation model (HAKI–Model) and the quality of life in acculturation process among Polish women living in Germany. The 284 participants had attended a study, in which 92 were Polish women living in Germany, 114 Polish women in Poland and 78 German women in Germany. To capture the acculturation within the HAKI model were Polish women living in Germany divided into three groups according to years of their residence in Germany. To capture the quality of life in their acculturation process, the Polish immigrants were compared with the Polish women from Poland and German women . The main findings are that (1) the Polish immigrants can identify with two cultural identifications within the HAKI model, it means that they preserve their heritage culture and simultaneously they refer to the mainstream culture thus they mould the hybrid identity. (2) Based on the acculturation processes the Polish immigrants form an innovative behavioral patterns with respect to the value, the emancipation in a relationship, depression and life satisfaction. According to the reference group theory of Hyman Polish women living in Germany refer their values to the values of the mainstream culture, but they maintain their values of the heritage culture. Furthermore, the Polish immigrants are more independent in a relationship (ESP) and so they turn out to be more emancipated in the relationship than Polish women in Poland. In addition, the Polish immigrants prove a lower depression and high levels of satisfaction with life compared to Polish women in Poland. In summary, the present study allowed to identify the development of innovative behavior pattern and improving the quality of life of Polish immigrants, which is closely related to hybrid identity.

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Schimanski, Iwona: Lebensqualität und Akkulturationsprozesse polnischer Migrantinnen in Deutschland: Eine kulturvergleichende Studie von Deutschen, polnischen Migrantinnen und Polinnen. 2013.

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