Geodätische Beiträge zum Massenhaushalt und zur Dynamik des grönländischen Inlandeises : Zusammenfassung

Möller, Dietrich

Das Eis der Erde spielt nicht nur im Verbund mit zahlreichen anderen Einflußfaktoren eine wichtige Rolle für die Klimaentwicklung, sondern es reagiert auch auf Klimaschwankungen und -veränderungen. Diese Reaktionen können wir z.B. am drastischen Rückgang der Alpengletscher erkennen. Da alle kontinentalen Gletscher zusammen nur rd. 1% des gesamten Eisvolumens der Erde liefern, ist es wichtig, die grönländische Eiskalotte mit 9% und die antarktischen Eismassen mit 90% dieses gewaltigen Süßwasservorrats zu studieren bzw. zu erfassen. Während Alpengletscher bereits seit über 100 Jahren beobachtet und auch vermessungstechnisch überwacht werden, kann der Beginn der umfassenden interdisziplinären Erforschung des antarktischen Eisschildes erst auf 1957/58, der Zeit des "Internationalen Geophysikalischen Jahres", datiert werden. Seit der Wiederaufnahme der deutschen Antarktisforschung durch die Bundesrepublik Deutschland und dem Beitritt zum Antarktisvertrag 1979 liefert auch das Institut für Vermessungskunde der TU Braunschweig hierzu geodätische Beiträge, z.Z. aber vor allem zur genauen Erfassung des status quo und nur in Einzelfällen zur exakten Bestimmung der zeitlichen Variationen. Dagegen bietet sich in Grönland die Chance, aufbauend auf ältere Arbeiten, die Veränderungen des Massenhaushalts und der Dynamik der Eiskalotte durch weitere Messungen zu ermitteln. Die Insel Grönland ist zu rd. 80% ihrer Fläche mit Eis bedeckt. Das Eisvolumen beträgt 2,6 Millionen km^3, es entspricht dem 50fachen Wasservolumen der Nordsee und bei totaler Abschmelzung einer durchschnittlichen Hebung des Weltmeeresspiegels um 7m.

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