Der Gott der römischen Philosophen

Maurach, Gregor

Es scheint als habe keine der zuständigen Wissenschaften also auch nicht die Klassische Philologie, bisher einen befriedigenden Zugang zu dem Phänomen "Römische Philosophie" gefunden: Es gibt kein Buch über das Gesamt des römischen Philosophierens, und Teile sind bloß historisch behandelt worden. Horen wir vier Stimmen, zwei von Philologen, zwei von Philosophen: K. Büchner schrieb mir einmal, die römische Philosophie fange doch erst mit Augustin an; und U. Knoche sagte, sie sei "eine der umstrittensten Äußerungen römischer Kultur". Wieso das, wird aus den beiden philosophischen Stimmen deutlich: Hegel schrieb, "die Römer haben keine eigentümliche Philosophie hervorgebracht", und Nietzsche fand nichts als Spott über den trockenen Ernst römischer Philosophen. Und doch hat man in den letzten Jahrzehnten viel Bewunderung über einzelne römische philosophische Schriftsteller geäußert - wie sich dies alles verhält und wie das alles zu verstehen wäre, könnte wahrscheinlich noch viel deutlicher gesagt werden als bisher; ich will heute auf diese so umstrittene Erscheinung römischen Geistes von einer bisher seltsam unbeachteten Seite her etwas Licht werfen, von der Frage nach dem Gottesbild römischer Philosophen aus.

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Maurach, Gregor: Der Gott der römischen Philosophen.

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