Natur- und kulturgeographische Probleme des Mittelalters im nördlichen Harzvorland

Oberbeck, Gerhard

Anliegen der folgenden Ausführungen ist es, die Bergstadt und Kaiserstadt Goslar, die im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Symposiums steht, regional innerhalb eines größeren Rahmens zu interpretieren. Dabei handelt es sich um ein Gebiet, das im Westen etwa durch das Leinetal, den Salzgitterer Höhenzug und die Linie über Hannover bis zum Allertal hin begrenzt ist und das im Osten durch den Raum um den Fallstein, Halberstadt und Quedlinburg charakterisiert wird. Im Norden sei als Grenze die Hauptentwässerungsrinne des Warthestadiums der Saale-Eiszeit, das heutige Aller-Weser-Urstromtal genannt. Beabsichtigt ist, die historisch-geographische Entwicklung in dem physisch-geographischen Rahmen des nördlichen Harzvorlandes aufzuzeigen. Dabei geht es um die Ursachen, die Kräfte und Prozesse, die sich für die verschiedenen Zeitabstände dominierend ausgewirkt haben. Die Probleme, auf die im einzelnen einzugehen sein wird, wurzeln in der Frage, inwieweit sich während des Mittelalters die Naturlandschaft zur vorherrschend vom Menschen gestalteten Kulturlandschaft entwickelt hat. Dies bedeutet, daß aus naturgeographischer Sicht Blickpunkte des Untergrundes, u.a. der Geologie und der Tektonik, auch der Gewässerkunde und der fluviatilen Situation berücksichtigt werden müssen. Die Verbindung zur Genese, die durch den Menschen stark beeinflußt worden ist, findet ihre Erklärung in historischen, siedlungsgeographischen sowie volkskundlichen Gegebenheiten; z.B. geht es um die Entwicklung der Struktur der ländlichen und der städtischen Siedlungen, ebenso von Wirtschaft und Verkehr.

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Oberbeck, Gerhard: Natur- und kulturgeographische Probleme des Mittelalters im nördlichen Harzvorland.

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