Neue Befunde zur Paläoklimatologie Nordafrikas und Zentralasiens

Hövermann, Jürgen GND; Lehmkuhl, F.; Süssenberger, H.

Auf der Grundlage des Systems der klimatischen Morphologie wird die Verlagerung der Formungsregionen während der letzten Eiszeit aus Feldbeobachtungen und der Auswertung von Satellitenbildern und Karten abgeleitet. In der nördlichen Sahara wie in Zentralasien sind die heutigen hyperariden Formungsbereiche durch die Südverlagerung der Pedimentregion verdrängt. Daraus läßt sich eine bedeutende Niederschlagsvermehrung ableiten. Die thermischen Verhältnisse sind nur für Zentralasien detaillierter zu erfassen. Eine präzisere zeitliche Einordnung wird auf der Grundlage jeweils mehr als 25.000 Jahre umfassender Zeitreihen vorgenommen. Demzufolge gehört die maximale Südverlagerung der Pedimentregion in den Zeitraum vor 25.000 B.P. Die nachfolgenden Klimaabschnitte sind in den verschiedenen Regionen unterschiedlich. Die Tendenz der Klimaentwicklung ist teilweise gegenläufig. Erst nach 10.000 B.P. stellt sich das aktuelle Klimagefüge mit extremer Trockenheit in den Wüsten und hoher Feuchtigkeit in den Tropen ein. Das Diagramm der in Zeit und Raum erfaßten Verlagerungen der Formungsregionen zeigt überraschende Zusammenhänge mit dem Kanon der Erdbestrahlung.

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Hövermann, Jürgen / Lehmkuhl, F. / Süssenberger, H.: Neue Befunde zur Paläoklimatologie Nordafrikas und Zentralasiens. Göttingen 1993. Goltze.

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