Zur Begründungsproblematik der Wissenschaftstheorie

Poser, Hans GND

Aus der Aufgabe der Wissenschaftstheorie, Grundlagen und Voraussetzungen der Wissenschaften zu analysieren, ohne dabei der Gefahr einer zirkulären Begründung zu verfallen, werden Bedingungen für den Gang der Wissenschaftstheorie selbst abgeleitet. Diese sind erstens die Unterscheidung von Wissenschaftstheorie und Metatheorie zur Vermeidung semantischer Antinomien, zweitens die Verwendung der Explikation als Methode der Begriffsfixierung zur Umgehung des Begründungszirkels, drittens der Rekurs auf Sprache und deren Rekonstruktion mit den Mitteln der Logik sowie einer allgemeinen Definitions- und Explikationslehre; viertens schließlich müssen methodische Regeln und Festsetzungen mit den dazugehörigen Relevanzbehauptungen als widerlegbare Hypothesen eingeführt werden.

The aim of philosophy of science, the analysis of fundamentals and presuppositions of science, implies some methodological suppositions, if a circular foundation shall be avoided: (1) the distinction between philosophy of science and its metatheory - to avoid semantic antinomies; (2) the use of explication as method of reconstructing concepts - in order to undergo circularity; (3) the start from language and its reconstruction by means of logic and a universal theory of definition and explication; (4) the introduction of methodological rules and conventions together with its assertions of relevancy, as rejectable hypotheses.

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Poser, Hans: Zur Begründungsproblematik der Wissenschaftstheorie. Göttingen 1973. Goltze.

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