Effect of sediment density in bridge pier scour experiments

Meyering, Henrich

Brücken haben einen besonderen Stellenwert für die Menschen und ihre Umwelt. Sie sind von zentraler Bedeutung für die Mobilität und Wirtschaftlichkeit einer Gesellschafft. Ein grundlegendes Ziel bei der Konstruktion von Brücken ist deren Standsicherheit, insbesondere bei Extremereignissen wie z.B. Naturkatastrophen und die damit verbundene Abschätzung der Lebensdauer des Bauwerkes. Seit Mitte des letzten Jahrhunderts wurden eine Vielzahl von Studien zum Thema Kolke durchgeführt, da diese die häufigste hydraulische Schadensursache darstellen. Nahezu alle bisherigen Ansätze sind auf Grundlage von physikalischen Modellen entstanden, die im Labor mit klar definierten und vereinfachten Randbedingungen durchgeführt worden sind. Jedoch ist zu beachten, dass bei alluvialen Sedimenten (Sand) eine maßstabsgerechte Skalierung oftmals nicht möglich ist, da sich durch eine weitere Verkleinerung der Korngröße die physikalischen Eigenschaften der Sedimente erheblich verändern können, und kohäsive Kräfte den Zusammenhalt des Gefüges bestimmen. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Skalierung von natürlich Feinsedimenten in den Labormaßstab. Zu diesem Zweck wurden experimentelle Untersuchungen in einer 8 m langen, 0.3 m breiten und 0.6 m tiefen, horizontalen Rinne mit verschiedenen Kunststoffgranulaten und natürlichen Sediment durchgeführt. Ein einzelner zylindrischer Pfeiler mit einem Durchmesser von 3.0 cm wurde hierzu mittig in der Rinne platziert. Zwei Ergebnisse lassen sich an dieser Stelle festhalten. Erstens, die Materialdichte hat im wesentlichen Einfluss auf die Zeit bis zum Erreichen der maximalen Kolktiefe jedoch nicht auf die maximale Kolktiefe. Zweitens, wenn natürliches Sediment durch Sediment mit niedriger Dichte ersetzt werden soll, dann sollte die mittlere Korngröße beider Sedimente ähnlich sein, um gleiche Kolktiefen zu erreichen.

The estimation of scour depth at bridge piers is an important task in hydraulic engineering. The physical processes governing bridge scour range are highly complicated and several open questions still await clarification. This is reflected by the multitude of available approaches which yield significant differences in estimated scour depths up to several meters. Most of the existing approaches were derived on the basis of scale model experiments carried out in the laboratory with simplified boundary conditions. However, for fine sized prototype sediments such as sand it is often not possible to downscale the sediment due to associated changes in physical and chemical properties once the scaled sediment is in the silt and clay range. The objective of this thesis is to investigate the possibility to substitute natural sediment by artificial granulate. For this purpose, scour experiments were carried out in an 8.0 m long, 0.3 m wide and 0.6 m deep horizontal flume. A single cylindrical pier model with diameter D = 0.03 m was embedded vertically in the flume centerline. The scour experiments were carried out with natural and artificial sediments. As a result, two points can finally be summarized. First, the material density has significant influence on the time to reach the equilibrium scour depth, but not on the maximum scour depth. Second, if artificial granulate with a lower density is used in a bridge pier model instead of natural sediment, the grain size should be similar to get similar scour depth.

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Meyering, Henrich: Effect of sediment density in bridge pier scour experiments. 2012.

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