Identität - Bewegung - Schule: Identitätstheoretische und bewegungspädagogische Sichtweisen und Analysen

Keyßner, Jens

Identität ist für die Schule eine der zentralen Aufgaben, deren Entwicklung gefördert werden muss. Vor diesem Hintergrund wird die Fragestellung untersucht, welche Bedeutung die Bewegung für die Entwicklung der Identität besitzt und ob Identität in den Konzepten der Bewegten Schule entwickelt werden kann. Dazu werden die psychoanalytische Identitätstheorie von Erikson, die sozialwissenschaftliche Konzeption von Mead, die Entwicklungstheorie des kommunikativen Handelns von Habermas und die Theorie des konstruktiven Strukturalismus von Bourdieu untersucht. Im pädagogischen Kontext wird der Identitätsbegriff aus psychologischen und sozialwissenschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet. Die dazu erforderlichen pädagogischen Grundsätze für ein identitätsorientiertes Verständnis von pädagogischem Denken und Handeln werden mit der Theorie von Benner benannt. Die Bedeutung der Bewegung für die Entwicklung der Identität wird aus lerntheoretischer, entwicklungspsychologischer und erziehungswissenschaftlicher Perspektive beschrieben. Im Sinne einer zusammenfassenden Betrachtung und der Beantwortung der Frage nach der Bedeutung der Bewegung für die Entwicklung der Identität wird der Zusammenhang von Bewegung und Identitätsentwicklung veranschaulicht und in schulrelevante Grundsätze zusammengefasst. Diese dienen als Untersuchungskategorien für die anschließende Untersuchung der Konzepte der Bewegten Schule. Im Rahmen einer Inhaltsanalyse wurden die fachdidaktischen Entwürfe der Bewegten Schule untersucht. Dazu wurden die Projekte inhaltlich vorgestellt, analysiert und vor dem Hintergrund der identitätsfördernden Grundsätze zur Förderung der Identität in einer Bewegten Schule analysiert und kritisch gewürdigt. Die Untersuchung ergab, dass trotz der offenkundigen Orientierung an Körperlichkeit und Bewegung nicht alle Konzepte einen Beitrag zur Entwicklung der Identität leisten können.

The development of identity is one of the key tasks in school. Therefore, the meaning of movement in terms of developing identity is examined by the example of ôBewegte Schuleö. For this purpose, the psychoanalytic theory of identity by Erikson, the social conception of Mead, the development of theory of communicative action by Habermas as well as the theory of constructive structuralism by Bourdieu are considered. In the pedagogical context, the concept of identity is analysed from both, a psychological as well as a sociological point of view. The necessary pedagogical principles for an identity-related understanding of pedagogical thinking and action are named with the theory of Benner. The importance of movement for the development of identity is described by using learning theory, developmental psychology and educational science approaches. In terms of a summary view and to answer the question of the significance of movement for the development of the identity, the relation between movement and identity development is illustrated and summarized in school-relevant principles. These principles serve as categories for the subsequent investigation of the concept of ôBewegte Schuleö. As part of a content analysis, the didactical designs of ôBewegte Schuleö were examined. Therefore, the projects were presented, analyzed and critically evaluated against the background of the principles of enhancing identity in the concept of ´Bewegte Schule´. Results show that, despite the obvious focus on physicality and movement, not all approaches can make a contribution to the development of identity.

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Keyßner, Jens: Identität - Bewegung - Schule: Identitätstheoretische und bewegungspädagogische Sichtweisen und Analysen. 2009.

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