Demographischer Wandel im Betrieb: Konzeption, Durchführung und Evaluation einer Mitarbeiterschulung zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit alternder Belegschaften

Weth, Inken Sabina

Die Anzahl der 45-64jährigen Arbeitnehmer steigt und diese Gruppe wird bald den größten Anteil der Erwerbsbevölkerung ausmachen. Schon in diesem Alter sind Fähigkeitsveränderungen zu bemerken. Einen wichtigen Produktivitätsfaktor stellt somit die Förderung der Arbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmer dar, die nach Ilmarinen (2005) auf Gesundheit basiert und von weiteren Faktoren beeinflusst wird. Darauf aufbauend wird ein Schulungskonzept zum gesunden Älterwerden für Mitarbeiter mit niedriger formaler Bildung in der Produktion eines Automobilzuliefererbetrieb zu den Themen Altern, Gesundheit, Kommunikation und Gruppenarbeit entwickelt, durchgeführt und in einem quasiexperimentellen Kontrollgruppendesign mit NEG=32 und NKG=48 evaluiert. Durch schriftliche Befragung werden zu drei Messzeitpunkten Daten über Teamarbeit, Arbeitszufriedenheit, Arbeitsbelastung, Betriebsklima, innere Kündigung, Veränderungsbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit, soziale Konflikte, Gesundheitseinstellung und die Unternehmenssituation erhoben. Zusätzlich werden an einem vierten Messzeitpunkt mit 20% der Schulungsteilnehmer qualitative Interviews geführt. Die qualitative und quantitative Auswertung zeigt, dass die Schulung zu größerem Wissen in den behandelten Themen, verstärkter Auseinandersetzung mit dem eigenen Altern und dessen Folgen für das Arbeitsleben, besserer Gesundheitseinstellung in einigen Bereichen und Verbesserung des Gruppenklimas führt. Außerdem kann das Vertrauen der Schulungsteilnehmer gewonnen werden. Um größere Effekte zu erzielen, müssen die Schulungsinhalte intensiviert werden und die Implementierung in den Berufsalltag vorangetrieben werden.

The number of employees being 45-64 years old increases. They will soon be the major age-group within the workforce. Having this age certain changes in individual abilities are already noticeable. Thus, the promotion of workability is an important factor for good productivity. According to Ilmarinen (2005) workability is based on good health and influenced by additional factors. Building on this model of workability a training for promoting healthy ageing of production workers with low education is developed which covers the topics ageing, health, communication and team work. This training is evaluated by means of a quasi-experimental controlled design with NEG=32 and NCG=48. Using a questionnaire data is collected concerning team work, work satisfaction, workload, work climate, inner dismissal, readiness for change, ability to communicate, social conflicts, attitude towards health, and the situation within the company at three measuring times. Additionally, qualitative interviews are conducted with 20% of the training participants at a fourth measuring time. Qualitative and quantitative data analyses show that the training enlarges the knowledge of the participants in the relevant topics, leads to increased discussion of ageing and its consequences for the working life, ameliorates the attitude towards health in certain areas, and leads to better climate within the work group. In order to achieve greater effects training contents have to be intensified and the implementation into the work routine has to be promoted.

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Weth, Inken Sabina: Demographischer Wandel im Betrieb: Konzeption, Durchführung und Evaluation einer Mitarbeiterschulung zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit alternder Belegschaften. 2009.

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