Liposomale Verkapselung von Lidocain-HCl und Prilocain-HCl zur intravenösen Anwendung

Müller, Markus

Die liposomale Verkapslung von Lidocain-HCl bzw. Prilocain-HCl wurde untersucht. Die Liposomen bestanden aus Phosphatidylcholin und wurden durch Behandlung mit Ultraschall hergestellt. Dabei erwies sich die Beschallung in Zyklen einem kontinuirlichem Energieeintrag überlegen. Als bestes Beschallungsschema erwies sich eine Beschallung in 30 Zyklen von jeweils 30 Sekunden Energieeintrag und 80 Sekunden Pause. Bei den Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass die Methode geeignet ist um Liposomen herzustellen. Die erhaltenden etwa 100 nm großen Liposomen wurden mittels Photonenkorrelationspektroskopie hinsichtlich der Partikelgröße und deren Verteilung untersucht. Außerdem wurden die weiteren Eigenschaften die Liposomen unter Verwendung einer Vielzahl von Methoden wie z.B.: Fluoreszenz-, Kernspinresonanz- und Röntgen- (z.B.:SAXS-) Messungen bestimmt. Zum Abschluss wurden die Untersuchungsergebnisse durch transmissionselektronenmikroskopischen Aufnahmen, einem bildgebendem Verfahren, bestätigt. Auch die eingesetzten Lokalanästhetika wurden charakterisiert. Hierzu wurden neben Bestimmungen der kritischen Mizellbildungskonzentration mittels Ringtensiometrie, Stalagmometrie und Fluoreszenzmessungen, auch die Solubilisierungsfähigkeit bestimmt. Die Wechselwirkung zwischen den Liposomen und den Lokalanästhetika wurden neben Kernspinresonanzspektroskopie (NMR) und Differential scanning calorimetry (DSC) Messungen, auch Langmuir-Blodgett Messungen bestimmt. Die Untersuchungen deuten auf eine Wechselwirkung zwischen den Lokalanästhetika und den Liposomen hin. Die hergestellten Liposomen wiesen jedoch eine geringe Einschlusskapazität und geringe Stabilität auf. Die Wirkstofffreisetzung wurde mittels Gleichgewichtsdialyse bestimmt. Bei Untersuchung der Wirkstofffreisetzung war jedoch kein Verkapselungseffekt festzustellen. Um dieses zu verbessern hätte die Stabilität der Liposomen erhöht werden müssen. Dieses war aber mit der angestrebten Verwendung nicht vereinbar. Liposomen scheinen also für diese kurzzeitige Verkapslung ungeeignet zu sein.

The encapsulation of the local anaesthetics lidocaine hydrochloride and prilocaine hydrochloride in liposomes was investigated. The liposomes were based on phosphatidylcholine and were generated by treatment with ultrasonic. A treatment in cycles was superior to a continuous insert of energy. The best results were aimed with a treatment in 30 cycles of 30 sec. energy insert and 80 sec. without energy insert. The following measurements show the suitability of this method to generate liposomes. The liposomes obtained by this were about 100 nm and were characterised regarding to particle size and distribution using photon correlation spectoscopy. Multitude of methods were used to characterise the liposomes e.g. fluorescence spectroscopy, nuclear magnetic resonance spectroscopy and X-ray (e.g. SAXS) measurements. Finally the results of the measurements were confirmed by pictures by transmission electron microscopy as an imaging method. The used local anaesthetics were characterised, also. Therefore as well the critical micelle concentration using ring tensiometry, stalagmomtry and fluorescence measurements as the solubilisation was determined. The interaction between the liposomes and the local anaesthics was determined using as well nuclear magnetic resonance spectroscopy (NMR) and Differential scanning calorimetry (DSC), as measurements on Langmuir Blodgett films. The measurements pointed to an interaction between the local anaesthics and the liposomes. However the generated liposomes obtained a rather low encapsulation and stability. The drug dissolution was determined by balanced dialyses. Unfortunately, no encapsulation could be determined. To improve this stability of the liposomes had to be increase but this was incompatible with the aimed use. Therefore liposomes seemed to be inappropriate for recent encapsulation.

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Müller, Markus: Liposomale Verkapselung von Lidocain-HCl und Prilocain-HCl zur intravenösen Anwendung. 2008.

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