Zur Diskussion über außerfachliche Kompetenzvermittlung in der ingenieurwissenschaftlichen Lehre - Ingenieurwissenschaftliches Kompetenzverständnis aus kulturtheoretischer Perspektive

Hahn, Manuela-Christina

Einhergehend mit der spezifischen Dynamik des gesellschaftlichen Wandels in der so genannten wissens- und informationsbasierten Gesellschaft vollzieht sich derzeit auch ein beschleunigter Wandel in den an diesen Veränderungsprozess geknüpften Leistungs- und Kompetenzanforderungen: Es steht ein zunehmend ganzheitliches Verständnis von Wissen und Kompetenz im Zentrum des Interesses, das die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit ins Blickfeld rückt. Die Ingenieurwissenschaften als akademische Profession sind von dieser Dynamik in besonderer Weise berührt: als eine der ergiebigsten Projektionsflächen kultureller und sozialer Veränderungsprozesse tragen sie wie kaum eine andere Fächergruppe selbst zum gesellschaftlichen Wandel bei. Sie produzieren ihn, sind zentrale Stellschraube wirtschaftlichen Wachstums, Keimzelle von Wettbewerbspotenzialen und technisch-kulturellem Fortschritt und avancieren damit zu einem wichtigen Indikator gesellschaftlichen Wohlstands. Wie nimmt die Institution Hochschule diese gesellschaftlichen Strömungen auf? Einiges spricht dafür, dass die Relevanz außerfachlicher Kompetenzen bisher nicht hinreichend Eingang in das berufsbezogene Selbstverständnis der Technikwissenschaften gefunden hat. Die vorliegende Arbeit spannt eine theoretische Architektur auf, die fachkulturelle Besonderheiten nicht nur aufspürt und würdigt, sondern auch nach möglichen Effekten dieser Einflüsse hinsichtlich Blockaden, Hemmnissen oder gar Schließungen, aber auch Öffnungen für außerfachliche Kompetenzaspekte sucht. Die empirische Anlage der Untersuchung fußt dabei auf der Durchführung von 25 Problemzentrierten Interviews, geführt mit Lehrenden der Ingenieurwissenschaften über ihr berufliches Selbstverständnis und ihre Kompetenzerwartungen. In einer kulturtheoretischen Perspektive werden dabei sozialisatorisch induzierten Einflusssequenzen nachgespürt, die der direkten und kontextbezogenen Selbstwahrnehmung der Professionsangehörigen Rechnung tragen.

In line with the specific dynamics of social change in the so-called knowledge and information based society, there is also an accelerating change in the demands on achievement and on competence tied to this process. There is an increasing holistic comprehension of knowledge and competence witch rather focuses on the development of the entire personality. Engineering sciences as an academic profession are touched especially by this dynamic force being one of the most fertile ground to bring about cultural and social change thus contributing to this process like hardly any other science. They produce this change and can be seen as the center of economic growth or breeding ground for competition potentials and for technological and cultural progress and thus becoming an important indicator for social welfare. But how does universities as institutions incorporate these social currents? There is some evidence that the impact of interdisciplinary competence hasn't yet entered into the way engineering sciences perceive themselves. This doctoral thesis provides a theoretical scaffolding that not only detects and takes account of specific characteristics of engineering sciences. It also searches for its possible effects and influences concerning impediments and even shut downs against opening up to interdisciplinary competence. The empirical arrangement of this thesis is based on 25 problem centred Interviews conducted with lecturers of engineering sciences about the perception of their own profession and expectations of competence. Effects of collective socialization are being considered with a culture theoretical perspective witch take into account the direct and the context based self-perception of members of the engineering sciences.

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Hahn, Manuela-Christina: Zur Diskussion über außerfachliche Kompetenzvermittlung in der ingenieurwissenschaftlichen Lehre - Ingenieurwissenschaftliches Kompetenzverständnis aus kulturtheoretischer Perspektive. 2008.

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