Das Autogene Training in der Gerontopsychiatrie: Eine empirische Studie

Trittschack, Wolfgang

Das Autogene Training zählt zu den entspannungstherapeutischen Standardverfahren und wird im klinischen Alltag in vielfältiger Form eingesetzt. Ziel der vorliegenden Studie war es, zu untersuchen, ob sich ein an gerontopsychiatrische Patienten angepasstes AT erfolgreich in der stationären Behandlung würde vermitteln lassen. Es wurden 109 gerontopsychiatrische Patienten in drei Gruppen miteinander verglichen. 71 Patienten wurden im Verlauf ihres stationären Aufenthaltes im supportiven Autogenen Training unterwiesen. 35 erhielten zusätzlich die Gelegenheit, mit Hilfe von thermalem Biofeedback ihren Lernerfolg zu verbessern, 36 Patienten übten nur in der AT-Gruppe und 38 Patienten stellten die Kontrollgruppe. Sämtliche Teilnehmer wurden zu Beginn und zum Ende des Klinikaufenthaltes eingehend hinsichtlich ihrer Entspannungsfähigkeit, der psychischen Symptomatik, der kognitiven Leistungsfähigkeit sowie des subjektiven Wohlbefindens untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Teilnehmer nicht in der Lage waren, längerfristig von den Entspannungsübungen zu profitieren. Das supportive Autogene Training konnte nur ansatzweise erlernt werden. Das Biofeedback blieb für die Vermittlung der Entspannungstechniken weitgehend ohne Wirkung. Es konnte lediglich eine Verbesserung des unmittelbaren Wohlbefindens während der eigentlichen Entspannungsübungen nachgewiesen werden. Vor der unkritischen Durchführung von Entspannungsgruppen in der Gerontopsychiatrie sollte eine gründliche Kosten-Nutzen-Abwägung vorgenommen werden.

The Autogenic Training is a standard method of clinical relaxation therapies. In the clinical setting it is practiced in various forms. The aim of this work was to examine whether a especially tailored autogenic training for the group of gerontopsychiatric patients could be taught successfully in the clinical setting. The whole number of 109 geronto-psychiatric patients have been compared in three groups. 71 of that had learned the autogenic training during the stationary stay. 35 of that moreover could use thermal biofeedback to increase their learning success. 36 learned only in the relaxation group and 38 built the controll group without learning the autogenic training while they stood in the clinic. All participants have been tested once before and at the end of their stationary treatment concerning their ability to relaxe, the psychiatric symptoms, the cognitive abilities, and the subjective well-being. The results show no use of the relaxation on the long run. The autogenic training could only learned basically. The thermal biofeedback was mainly without use for the teaching of relaxation. Only an increase of immediate well-being during the actual relaxation could be shown. Costs and uses should be carefully weighed up before uncritical teaching the autogenic training in the geronto-psychiatric setting.

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Trittschack, Wolfgang: Das Autogene Training in der Gerontopsychiatrie: Eine empirische Studie. 2007.

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