Untersuchungen zur Interaktion von Prp4p-Kinase und dem Spleißfaktor Prp1p

Schwelnus, Wiebke

Die Prp4p-Kinase wurde bei Versuchen mit prä-mRNA-Spleißmutanten der Spalthefe S. pombe identifiziert. Sie zeigt genetische Interaktionen mit den Spleißfaktoren Spp41p, Spp42p, Cdc5p, Prp5p, Prp10p, Rnps1p und Prp1p. Prp1p ist ein Protein mit 19 TPR- Motiven, das als Bindeglied zwischen U5- und U4/U6-snRNP diskutiert wird. In dieser Arbeit wurde die Beziehung zwischen Prp1p und Prp4p näher untersucht. Stämme mit den temperatursensitiven Allelen prp4-73ts bzw. prp1-4ts arretieren bei der restriktiven Temperatur in der G1- und in der G2-Phase des Zellzyklus. Die Aktivität von Prp4p und Prp1p scheint für den Übergang von der G1- in die S-Phase sowie von der G2- Phase in die Mitose erforderlich zu sein. Bakteriell produziertes Prp1p wird in vitro von Prp4p phosphoryliert. Die in vivo-Markierung eines Stammes mit dem prp4-73ts-Allel zeigte, daß Prp1p bei der restriktiven Temperatur nicht länger phosphoryliert wird. Dies ist ein Hinweis darauf, daß Prp1p ein physiologisches Substrat von Prp4p ist. Mit den SR-Proteinen Srp1p und Srp2p konnten zwei weitere in vitro- Substrate von Prp4p identifiziert werden. Prp1p wird in vitro hauptsächlich an Threoninen phosphoryliert. Es gibt mindestens drei Phosphorylierungsstellen von Prp4p in Prp1p. Es wurde versucht, diese mit Hilfe der Massenspektrometrie zu identifizieren. In einem anderen Ansatz sollte der Nachweis der Phosphorylierungsstellen über die Inkubation von Prp1-Peptiden mit bakteriell exprimierter Prp4p-Kinase erfolgen. Die dabei detektierten Phosphorylierungssignale erwiesen sich als unspezifisch. Die Spaltung von in vitro phosphoryliertem Prp1p mit Ameisensäure zeigte, daß die Phosphorylierungsstellen am N-Terminus des Proteins liegen. Der die TPR-Motive umfassende C-terminale Bereich von Prp1p wird nicht phosphoryliert.

The Prp4p kinase was identified in experiments with pre-mRNA splicing mutants of the fission yeast S. pombe. Genetic interactions with the splicing factors Spp41p, Spp42p, Cdc5p, Prp5p, Prp10p, Rnps1p and Prp1p could be shown. Prp1p, a protein containing 19 TPR motifs, is discussed as a bridge between the U5- and the U4/U6-snRNPs. In this work the interactions between Prp1p and Prp4p have been further characterized. At the restrictive temperature strains carrying the temperature sensitive allels prp4-73ts respectively prp1-4ts arrest in the G1- and the G2-phase of the cell cycle. Prp4p and Prp1p activity seems to be important for transition from G1-phase into S-phase and from G2-phase into mitosis. Bacterially produced Prp1p is phosphorylated by Prp4p in vitro. In vivo labelling of a strain containing the prp4-73ts allel showed that at the restrictive temperature Prp1p is not phosphorylated any longer, indicating that Prp1p is a physiological substrate of Prp4p. Furthermore the SR-proteins Srp1p and Srp2p could be identified as in vitro substrates of Prp4p. In vitro Prp1p is mainly phosphorylated on Threonines. There are at least three phosphorylation sites of Prp4p in Prp1p. It was tried to identify them by mass spectrometry. It was tried as well to find the phosphorylation sites by incubation of Prp1p peptides with bacterially produced Prp4p kinase. The detected phosphorylation signals could be shown to be unspecific. Cleavage of in vitro phosphorylated Prp1p with formic acid showed that the N-Terminus of the protein contains the phosphorylation sites. The C-terminal part of Prp1p with the TPR- motifs is not phosphorylated.

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Schwelnus, Wiebke: Untersuchungen zur Interaktion von Prp4p-Kinase und dem Spleißfaktor Prp1p. 2004.

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