Lernkontrolle im 'Vernetzten Studium - Chemie'; Entwicklung und Evaluation eines Konzeptes am Beispiel des Kapitels 'Addition von Halogenen an Doppelbindungen'

Pietzner, Verena

Der Computer als Lernmedium bietet völlig neue Möglichkeiten der Wissensvermittlung. Die aktuelle Forschung betrachtet dabei zunehmend, wie der Computer zur Förderung individueller Lernformen herangezogen werden kann und wie Lernprogramme gestaltet werden sollten, um Lernprozesse optimal zu unterstützen. Wichtige Elemente im computerunterstützten Lernen sind räumliche, zeitabhängige und dynamische Darstellungsformen, welche das Verständnis von stereochemischen und mechanistischen Inhalten besonders fördern können. Beim Lernprozess kommt der Lernkontrolle eine wichtige Funktion zu, denn ohne ein erstes Üben des neu Gelernten kann kein dauerhaftes Behalten stattfinden. Deshalb wurde im Rahmen dieser Arbeit für das Projekt „Vernetztes Studium – Chemie“ ein Lernkontrollkonzept entwickelt, das sinnvolles und selbstständiges Lernen unterstützen soll. Kernpunkte des entwickelten Konzeptes sind die Korrekturfunktion, Hilfestellungen und Rückmeldungen sowie die jederzeit mögliche Lösungsanzeige. Die Korrekturfunktion ermöglicht es den Lernenden, die Aufgabe auch nach dem ersten Auswerten weiter zu bearbeiten, was vor allem bei teilweise richtigen Antworten erforderlich ist. Eine sinnvolle Lernkontrolle erfordert nicht nur die Auswertung der Aufgaben, sondern die Lernenden brauchen auch Hilfestellungen, um bei Problemen trotzdem in die Lage versetzt zu werden, die Aufgabe zu lösen. Die Rückmeldung ist die wichtigste Komponente. Gerade bei einer (teilweise) falschen Antwort der Lernenden ist ihre Einbindung besonders wichtig, da sie den Lernprozess steuern und somit verhindern kann, dass die neuen Inhalte falsch behalten werden. Die Evaluation des Konzepts mit Studierenden des organischen Grundpraktikums ergab eine positive Beurteilung. Die verschiedenen Aufgabentypen wurden ebenso begrüßt wie die Korrekturfunktion und die Gestaltung der Rückmeldungen und Hilfen.

The computer as medium to learn offers new possibilities for learning. The current research looks at how to support individual forms of learning with the computer and how learning programs have to be designed to optimise learning processes. Important elements of computer assisted learning are spatial, time dependent and dynamic forms of visualisation which can support the understanding of steric and mechanistic topics in a better way books can do. Learning controls have an important function in the learning process. Without a first exercise it is impossible to keep the new topics in mind for a longer time. Therefore a new concept for learning controls using the computer was developed for the “Network Education Chemistry” project to enable a reasonable and independent learing. Main points of the concept are feedback, the help function, the possibility of seeing the solution at any time and the option to correct the given answer. The correction allows it to rehandle the question even after the computer already gave the feedback what is important for those answers who were partly correct. A reasonable learning control does not only need the feedback but also a help function to enable the learners solving the question in case of problems. The feedback is the most important function of the computer assisted learning control. Especial the partly correct answers need a feedback to control the learning process and to prevent the wrong memorising of the topics. The feedback can also be a hint to find the correct answer or a laud after giving the correct answer. All these forms of feedback help the learner to be motivated and to continue working. The evaluation of the concept has been carried out with students who absolve their first organic chemistry lab. The different types of tasks as well as the possibility of correction and the design of the feedback and the help function were evaluated in a very positive way.

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Pietzner, Verena: Lernkontrolle im 'Vernetzten Studium - Chemie'; Entwicklung und Evaluation eines Konzeptes am Beispiel des Kapitels 'Addition von Halogenen an Doppelbindungen'. 2002.

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