Schleifschlammentölung und Qualitätskontrolle der zurückgewonnenen Kühlschmierstoffe

Liedtke, Sandra

In der metallverarbeitenden Industrie der Bundesrepublik Deutschland fallen jährlich ca. 150.000 - 250.000 t Schleifschlamm an, der aufgrund des hohen Ölgehalts (bis 60 Gew.-) als Sonderabfall entsorgt werden muß. Eine umwelt- und resourcenschonende Alternative ist die Trennung des Stoffgemisches durch Lösungsmittelextraktion und die Rückführung der Kühlschmierstoffe (KSS) in den Produktionsprozeß. Im Rahmen der Arbeit, die Teil eines interdisziplinären Forschungsprojektes war, wurden zur Optimierung dieses Verfahrens geeignete Lösungsmittel ausgewählt und verschiedene Extraktionssysteme im Labor getestet. Die extraktive Schleifschlammentölung wurde anschließend an Versuchsanlagen an der TU Braunschweig sowie im Praxistest im VW-Werk, Wolfsburg, im technischen Maßstab durchgeführt. Um zu ermitteln, ob die wiedergewonnenen Kühlschmierstoffe uneingeschränkt in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden können, wurde im Labor ihre stoffliche Zusammensetzung untersucht. Bei den KSS handelte es sich um vier nicht-wassermischbare mineralölbasierte bzw. einen esterbasierten KSS, die als Additive hauptsächlich schmierwirksame Zusätze, Antioxidantien und Hochdruck/Verschleißschutz (EP/AW)-Zusätze enthielten. Mittels chemisch-analytischer Methoden (FTIR, GC, GC/MS, ICP-OES) wurden neben Fremdeinträgen, insbesondere Veränderungen der Additivkonzentrationen verfolgt. Des weiteren wurde u.a. der Einfluß einer Schleifschlammlagerung und einer mehrmaligen Extraktion auf die qualitativen Eigenschaften des Recyclats untersucht. Anhand einer ausgewählten Probe wurde ein Vergleich der Lösungsmittelextraktion mit anderen Entölungsverfahren durchgeführt.

In the metal-working industry of Germany 150.000 - 200.000 t of grinding mud are generated, annually. Because of its high content of oil (up to 60 wt.-) it has to be disposed of as hazardous waste. An advantageous alternative, protecting the environment and saving recources, is the separation of metal and oil by solvent extraction followed up by reusing the lubricating oil in the manufactoring process. During this work, which was a part of an interdisziplinary research project, several solvents and different extraction systems were tested in laboratory to optimize the deoiling process. Afterwards, the extractive deoiling of granding mud was tested in two pilot plants, located at the TU Braunschweig and at the production plant of Volkswagen company in Wolfsburg. To evaluate the applicability of the recycled lubricants, their content of components was obtainted by chemical-analytical examinations. The lubricants, which were not water-soluble oily- and also natural-based, mainly contained friction modifier, antioxidants and extreme-pressure/anti-wear-additives. The main goal of the analytical methods applied (FTIR, GC, GC/MS, ICP-OES), was to follow changes of the components' contents, especially losses of additives, apart from the characterization of extrinsic substances added during the technical process. Furthermore, the influence of a granding mud storage and a repeated extraction of the recyclat property were examinated. A comparison of the solvent extraction with other deoiling procedures was exemplarily carried out with one lubricant.

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Liedtke, Sandra: Schleifschlammentölung und Qualitätskontrolle der zurückgewonnenen Kühlschmierstoffe. 1999.

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